Frankreich - Juni 1944. Schießbefehl in der Kirche zu Oradour. Doch einer weigert sich, auf Frauen, Kinder und alte Männer zu schießen - Alfred Eder. Dann nimmt das Verhängnis seinen Lauf: Feldkriegsgericht, Todesurteil, Aussetzung der Vollstreckung, Konzentrationslager und Himmelfahrtskommandos.
Unter dramatischen Umständen überlebt Eder den Krieg. Aber er hat nicht nur seine ostpreußische Heimat, sondern auch seinen Glauben verloren. Körperlich und seelisch ein Wrack, kaum arbeitsfähig, geht der tägliche Kampf um das Überleben weiter.
1953 schließlich eine schicksalhafte Begegnung: In Wiesbaden muss er sich wegen Diebstahl vor Gericht verantworten und steht ausgerechnet jenem Landgerichtsdirektor gegenüber, der ihn wegen der Gehorsamsverweigerung in Oradour zum Tode verurteilt hatte. Diese Begegnung wirkt sich verheerend aus. Hass, Bitterkeit und Alkohol prägen sein Leben und bringen ihn immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Insgesamt verbringt er 28 Jahre hinter Gittern, einige davon nachweislich als Unschuldiger.
Doch dann trifft er einen, der ihm hilft, aus den Fesseln von Hass und Bitterkeit zu entkommen.
Tb., 11 x 18 cm, 144 Seiten