Meherere tausend Jugendliche sind versammelt in den Messehallen auf dem Stuttgarter Killesberg, viele tragen Kerzen in den Händen und singen lateinische Lieder: "Wo Barmherzigkeit und Liebe sind, dort ist Gott." "Meine Seele lobpreist den Herrn." Die schön und eingängig klingenden Melodien werden ständig wiederholt. Eine geheimnisvolle und meditative Stimmung entsteht. Friede und Freude leuchten aus den Gesichtern. Wir sind beim Konzil der Jugend der ökumenischen Bruderschaft Taizé.
Marc Dannlowski arbeitet in der folgenden Darstellung heraus, dass der ökumenische und universalistische Geist in Taizé prägend ist. Er belegt dies aus Schriften vor allem von Roger Schutz, des Begründers. Er weist darauf hin, dass die Brüder von Taizé auch viel Gutes tun, was allerdings eine Warnung auf biblisch-lehrmäßigem Gebiet, wie sie hier vorgelegt wird, nicht überflüssig macht. Im Gegenteil: Gerade das hell Leuchtende und Faszinierende ist es oft, was uns die Augen für die Verführung verschließt, die unter frommem Deckmantel auf uns zukommen kann (vgl. Mt.7,15ff; 2.Kor.11,13ff).
A5-Heft, 40 Seiten