Charles G. Finney (1792-1876) war die eindrucksvollste Persönlichkeit unter den amerikanischen Evangelisten des 19. Jahrhunderts. Er wuchs völlig ohne christliche Unterweisung auf. Zunächst wurde er Lehrer, wechselte aber 1818 in ein Rechtsanwaltsbüro. Dort erlebte er 1821 visionär seine Bekehrung. 1824 wurde Finney ordiniert und führte über 10 Jahre lang Erweckungsfeldzüge in den Ost- und Mittelstaaten durch. In seiner volkstümlichen, zündenden Beredsamkeit mit drastischem Bilderreichtum war ein überaus wirkungsvoller Prediger. Sein Widerspruch gegen die extreme Prädestinationslehre führte ihn zu den Kongregationalisten. Dort bildete er junge Kandidaten für das praktische Pfarramt als Evangeliumsverkünder aus. Das führte 1835 zu dem Auftrag, in dem neu errichteten Oberlin College in Ohio eine theologische Fakultät aufzubauen. Von 1851 bis 1866 war er Präsident des Colleges, 1835 - 1872 gleichzeitig kongregationalistischer Pfarrer. Finneys Theologie ist schlichter Biblizismus unter Betonung der Willensfreiheit zur Bekehrung. Vorbereitet wird diese durch die Sünden- und Gerichtspredigt, die zur Buße treibt. In Deutschland bestimmte er u. a. auch die Heiligungs- und Gemeinschaftsbewegung mit.
C.G. Finney war zu seiner Zeit Amerikas erfolgreichster Evangelist. Er wusste die offene und verborgene Sünde, Menschenfurcht und Gebetsscheu aufzudecken. Die Verkündigung der göttlichen Wahrheit und anhaltendes Gebet im Namen Jesu waren die beiden Mittel, die zur Herbeiführung einer Erweckung dienten.
Verlag Gottfried Bernhard
Pb., 13,5 x 20,5 cm, 290 Seiten, NEU, leichte Schleifspuren auf Vordercover