Um dem „Erbhofgesetz“ zu entgehen, muss die zwölfjährige Johanna im Jahr 1935 mit ihrer Familie den Bauernhof in Mecklenburg verlassen. In Duisburg verbringt das Mädchen die restliche Schulzeit unter einem fanatischen Lehrer, der für ganz andere Werte eintritt als ihre Eltern. Johanna ist fasziniert von der neuen Ideologie die scheinbar ganz Deutschland erfasst hat. Ihre Begeisterung geht sogar so weit, dass sie sich während des Krieges freiwillig als Flakwaffenhelferin meldet - um dem Vaterland zu dienen. Erst nach Kriegsende, als die Verbrechen des Nationalsozialismus bekannt werden, kommt die große Ernüchterung: Johanna wird bewusst, dass sie um die besten Jahre ihres Lebens betrogen worden ist. Doch im Gegensatz zu vielen anderen verfällt sie nicht in Skepsis und Hoffnungslosigkeit, sondern wagt einen neuen Anfang.
Heinz-Lothar Worm beschließt mit diesem Roman die Familiengeschichte um „Schulzes Anna“, „Klara und Katharina“ und „Die Tietze Milli“.
Hardcover, gebunden, 13,5 x 21 cm, 160 Seiten, NEU