Von Hellmut Frey, geboreeb 1901 in Estland. Pastor, Leider der inneren Mission und Dozent am Lutherinstitut in Dorpat (Estland), an der Theologischen Schule für Kriegsgefangene in Norton (England) und an der Kirchlichen Hochschule in Bethel und Krankenseelsorger an den von Bodelschwingschen Anstalten, Mitbegründer der Bekenntnisbewegung »Kein anderes Evangelium«, gestorben am 27.12.1982.
Der Verfasser sah, wie die evangelischen Kirchen mit dem Verlust ihrer Mitte in der Botschaft von Kreuz und Auferstehung mehr und mehr in den Sog des Modernismus von der einen und des Schwarmgeistes von der anderen Seite gerieten. Diese Entfremdung gegenüber dem Glauben ihrer reformatorischen Väter liefert sie immer wehrloser neuen Zeitströmungen aus, nicht zuletzt derjenigen zum Katholizismus hin.
Dieses Buch ist ein seelsorgerlicher Bußruf an die evangelischen Kirchen und Christen.
In gründlicher Entfaltung der Lage tritt Frei allen Illusionen einer heute möglichen oder schon verwirklichten Annäherung der reformatorischen Kirchen an Rom entgegen. Die Widersprüche zur Bibel und damit die Glaubenshindernisse von Seiten Roms, die einer Einigung im Wege stehen, sind nicht beseitigt. Sie reichen nicht nur zurück in die Jahrhunderte vor der Reformation, sondern sind noch danach, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert, zusätzlich aufgerichtet worden (z.B. Papstdogma, Mariendogmen).
Auch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) brachte keine wirkliche Wende, die eine Annäherung rechtfertigen könnte. In den etwa fünfundzwanzig Jahren seit dem ersten Erscheinen der Ausführungen Freys (in zwei kleinen Bänden) setzte Rom den eingeschlagenen Weg fort, wie weitere offizielle römische Lehrdokumente zeigen. (Im Anhang findet der Leser Hinweise auf die entsprechenden Aussagen in Dokumenten von 1546-1995).
Tb., 11 x 18 cm, 192 Seiten, NEU